Liebeskummer : que disent les cartes ? Lecture et tirage

Moments de vie Publié le 23 octobre 2026
🗓 À jour 2026 — tarifs et conditions vérifiés le 23 octobre 2026. Grilles tarifaires, primes et taux évoluent : les repères donnés sont ceux en vigueur à cette date.

Bei Liebeskummer sagen Ihnen die Karten nicht, an welchem Tag der Schmerz endet. Sie sagen Ihnen etwas anderes, und das ist oft mehr wert: Sie benennen, was in Ihnen gerade durcheinandergerät, und sie zeigen, in welche Richtung sich die Lage bewegen kann.

Was können Karten bei Liebeskummer wirklich sagen?

Ein Tarotbild ist ein Spiegel mit festem Rahmen. Sie stellen eine Frage, ziehen drei oder vier Karten, und die Bilder zwingen Sie, Ihre Gedanken zu sortieren. Mehr verspreche ich nicht.

Wer die Geschichte des Tarots kennt, wundert sich darüber nicht. Das Tarot war zuerst ein Kartenspiel und wurde erst später zum Werkzeug der Deutung. Wie das kam, lesen Sie in der kurzen Geschichte des Tarots. Für die Praxis heißt das: Die Karten sind Symbole, keine Beweise.

Drei Dinge leisten sie bei einer Trennung ziemlich gut:

  • Gefühle einordnen: Trauer, Wut, Erleichterung und Scham liegen oft gleichzeitig vor. Jede Karte bekommt eine Rolle.
  • Muster zeigen: Was hat in der Beziehung gefehlt? Was wiederholt sich?
  • Nächste Schritte anregen: nicht «Was wird geschehen?», sondern «Was kann ich jetzt tun?».

Was sie nicht leisten: die Gedanken einer anderen Person lesen oder eine Rückkehr garantieren. Dazu komme ich weiter unten.

Welche Karten erscheinen bei Liebeskummer besonders oft?

Keine Karte bedeutet für sich allein «Trennung». Entscheidend sind die Nachbarkarten und Ihre Frage. Trotzdem gibt es Bilder, die in Liebeskummer-Legungen häufig auftauchen. Ich nenne die Namen aus dem Tarot de Marseille und aus dem Rider-Waite-Tarot.

Karte Mögliche Lesart bei Liebeskummer
Der Turm (Marseille: «La Maison Dieu», XVI) Der plötzliche Einsturz, der Schock. Eine Fassade fällt, und das Fundament wird sichtbar.
Die Liebenden (VI) Eine Entscheidung zwischen zwei Wegen. Bei Liebeskummer oft: festhalten oder loslassen.
Der Eremit (IX) Rückzug, Stille, Zeit für sich. Kein Scheitern, sondern eine Phase.
Der Tod (XIII) Ende eines Kapitels. Die Karte meint Wandlung, nicht Unglück.
Die Mäßigkeit (XIV) Langsame Heilung, Gleichgewicht, Geduld.
Der Stern (XVII) Hoffnung, Erholung, vorsichtiges Vertrauen.
Drei Schwerter (Rider-Waite) Das durchbohrte Herz. Der Schmerz in seiner direktesten Form.
Fünf Kelche (Rider-Waite) Der Blick auf die verschütteten Kelche. Dabei stehen noch zwei Kelche hinter der Figur: Es ist nicht alles verloren.
Acht Kelche (Rider-Waite) Weggehen, obwohl es wehtut. Die Figur kehrt einer Sache den Rücken, die nicht mehr trägt.

Ob Sie mit den großen oder den kleinen Karten arbeiten, ändert den Ton. Die großen Karten sprechen von Wendepunkten, die kleinen von Alltag und Gefühlen. Der Unterschied ist in diesem Beitrag über große und kleine Arkana erklärt.

Ein einfaches Legesystem mit drei Karten

Sie brauchen kein kompliziertes Kreuz. Drei Karten reichen, und sie zwingen zur Klarheit. So gehe ich vor:

  1. Frage formulieren. Nicht «Liebt er mich noch?», sondern «Was muss ich in dieser Trennung verstehen?». Offene Fragen geben bessere Antworten.
  2. Mischen und drei Karten ziehen. Legen Sie sie nebeneinander.
  3. Erste Karte: Wo stehe ich? Der aktuelle Zustand, oft eine Gefühlskarte.
  4. Zweite Karte: Was hält mich fest? Ein Gedanke, ein Wunsch, eine Gewohnheit.
  5. Dritte Karte: Was hilft mir weiter? Eine Richtung, kein Urteil.
  6. Aufschreiben. Notieren Sie Ihre ersten Eindrücke, bevor Sie in einem Buch nachschlagen. Der erste Eindruck ist meist der ehrlichste.

Ziehen Sie die Karten nicht noch einmal, nur weil Ihnen die Antwort nicht gefällt. Wer so lange mischt, bis das Wunschbild kommt, befragt nicht mehr die Karten, sondern seine Hoffnung. Welche Methoden sich für Liebesfragen eignen, beschreibt die Seite zur Liebes-Tarologie.

Kommt mein Ex zurück? Die Frage hinter dem Liebeskummer

Das ist die Frage, die fast jeder stellt. Und genau hier bin ich am vorsichtigsten. Karten können eine Tendenz zeigen, etwa ob ein Kontakt wieder möglich scheint oder ob eine Geschichte eher abgeschlossen ist. Sie können aber nicht in den Kopf einer anderen Person schauen.

Das Problem entsteht, wenn die Frage zur Dauerschleife wird. Wer jeden Abend neu legt, bleibt in der Trennung hängen. Ausführlicher gehe ich darauf in dem Beitrag zur Rückkehr des Ex ein (auf Französisch).

Ein Muster ist mir dabei wichtig: Eine Karte wie der Turm heißt nicht «Für immer vorbei», und der Stern heißt nicht «Er meldet sich». Beide beschreiben eine Stimmung, nicht ein Ereignis. Wer das im Kopf behält, liest ruhiger.

Wann Karten helfen und wann sie eher bremsen

Sie helfen, wenn Sie Abstand zu Ihren Gedanken suchen. Sie helfen auch, wenn Sie nach einer Phase des Grübelns etwas Konkretes in der Hand haben wollen: ein Bild, ein Satz, eine kleine Aufgabe für die Woche.

Sie bremsen, wenn sie zur Gewohnheit werden, die jede Entscheidung abnimmt. Das ist ein Punkt, bei dem sich Fachleute nicht einig sind. Die einen sagen, jede Legung sei eine Stütze, solange sie den Alltag nicht ersetzt. Die anderen halten wiederholtes Befragen in akuter Trauer grundsätzlich für riskant. Ich entscheide das nicht für alle: Es hängt vor allem davon ab, ob Sie nach der Legung handeln oder nur weiter warten.

Wer sich allgemein für den Ursprung solcher Praktiken interessiert, findet in der Einführung in die Divination einen historischen Rahmen. Weitere Anlässe, zu denen Menschen Karten befragen, sammelt die Rubrik Moments de vie.

Meine Meinung

Ich bevorzuge bei Liebeskummer Legungen über Sie selbst statt über die andere Person. «Was brauche ich?» führt weiter als «Was denkt er?». Die erste Frage können die Karten beantworten, die zweite nicht.

Ich rate von täglichen Legungen zum selben Thema ab. Einmal legen, aufschreiben, ein paar Tage warten. Danach zählt, was Sie im Alltag verändern, nicht, was die Karten noch einmal sagen.

Zum Einstieg würde ich ein Rider-Waite-Deck nehmen, weil die kleinen Karten Szenen zeigen und Gefühle leichter lesbar sind. Das Marseille-Tarot hat dafür eine strengere, symbolische Sprache. Welches besser passt, vergleicht der Beitrag zum ersten Tarot. Ich tendiere zu Rider-Waite, aber ich kenne gute Leserinnen und Leser, die nur mit Marseille arbeiten. Hier ziehe ich keine harte Linie.

Häufige Fragen zu Liebeskummer und Karten

Welche Tarotkarte steht für Liebeskummer?

Am direktesten zeigen die Drei Schwerter im Rider-Waite-Tarot den Herzschmerz. Im Marseille-Tarot stehen oft der Turm für den Schock und der Stern für die langsame Erholung.

Können Karten sagen, ob mein Ex zurückkommt?

Sie können eine Tendenz und eine Stimmung zeigen, aber keine Rückkehr garantieren. Die Gedanken einer anderen Person lesen sie nicht.

Wie oft sollte ich bei Liebeskummer Karten legen?

Einmal zu einer klaren Frage genügt, danach lohnt es sich, einige Tage zu warten. Tägliches Neulegen hält Sie eher in der Schleife fest.