Tarot

Das Tarot de Marseille ist das Referenzblatt der französischsprachigen Kartenlegung und auch in der Deutschschweiz weit verbreitet. Achtundsiebzig Karten, zwei Gruppen.
Der Aufbau
Die 22 großen Arkana, von I bis XXI nummeriert, dazu der Narr als einzige Karte ohne Zahl. Sie tragen die Grundbewegungen.
Die 56 kleinen Arkana, in vier Farben — Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen — zu je vierzehn Karten. Sie tragen die konkreten Umstände.
Die üblichen Legungen
Drei Karten, am häufigsten. Die Anordnung Lage – Hindernis – Rat liefert brauchbarere Deutungen als das klassische Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft.
Das Kreuz, fünf Karten: vier Positionen und eine Mitte als Zusammenfassung.
Das keltische Kreuz, zehn Karten. Die Legung für Sitzungen von einer Stunde.
Wie gelesen wird
Zuerst das Ganze, dann das Detail: wie viele große Arkana, welche Farbe überwiegt, welche Grundstimmung. Danach Karte für Karte, dann die Kombinationen — benachbarte Karten verändern einander.
Chanas Hinweis: sprechen Sie Ihre Frage vor dem Legen laut aus und schreiben Sie sie auf. Eine nachträglich umformulierte Frage passt sich immer den gefallenen Karten an. Das ist menschlich — und es nimmt der Übung ihren Sinn.
Umgekehrte Karten
Wird eine kopfüber liegende Karte anders gelesen? Die Schulen gehen auseinander: manche sehen darin einen gegenteiligen oder abgeschwächten Sinn, andere lesen immer aufrecht. Fragen Sie nach der Praxis Ihrer Kartenlegerin.
Siehe Wahrsagen, das Verzeichnis und das Pendel.
Häufige Fragen
Wie viele Karten hat das Tarot de Marseille?
Achtundsiebzig: zweiundzwanzig große und sechsundfünfzig kleine Arkana, verteilt auf vier Farben zu je vierzehn Karten.
Welche Legung für den Anfang?
Die Dreikartenlegung, mit der Anordnung Lage-Hindernis-Rat statt Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft: sie liefert brauchbarere Deutungen.
Ändern umgekehrte Karten den Sinn?
Die Schulen gehen auseinander: manche sehen einen gegenteiligen oder abgeschwächten Sinn, andere lesen immer aufrecht und leiten den Sinn aus der Nachbarschaft ab.